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Mehr als 70% der Schüler*innen wollen keine Abschlussprüfungen!

Die Landeschüler*innenvertretungen der Gymnasien und Gemeinschaftsschulen in Schleswig-Holstein betrachten den gestrigen Beschluss der Kultusminister*innenkonferenz (KMK) sehr kritisch. Insbesondere die fehlende Gewissheit bereitet uns Sorgen in Hinblick auf laufende Prüfungsvorbereitungen.

Um uns ein Meinungsbild darüber zu verschaffen, haben wir im Rahmen einer Online-Umfrage die Meinungen von mehr als tausend betroffenen Schüler*innen in Schleswig-Holstein eingeholt, welche im Anhang vollständig einsehbar sind.

Aufgrund der Ergebnisse dieser Umfrage sprechen wir uns gegen den gestern gefassten Beschluss aus. Zusätzlich fordern wir die Aussetzung der regulären Abschlussprüfungen sowie die Umsetzung eines Durchschnittabiturs mit einer Ergänzung um eine freiwillige mündliche Prüfung (siehe PM Abschlussprüfungen, LSVen SH, 25.03.2020, Anhang). Ein ähnliches Verfahren muss auch für den ESA und den MSA ermöglicht werden.

Wir erachten die gestern getroffene Entscheidung in Anbetracht der aktuellen Situation vor dem Hintergrund der prognostizierten Entwicklung von Covid-19 als nicht tragbar und unzulänglich. Unserer Ansicht nach ist die immer noch offene Hintertür ein Problem, da auf Grund landesinterner Beschlüsse weiterhin die Möglichkeit eines Alleingangs besteht und so eine bundesweite Lösung durch Einzelfälle umgangen werden kann. Diese trägt dazu bei, dass die tatsächliche Durchführung der Abschlussprüfungen ungewiss bleibt. Das verunsichert Schüler*innen grundlegend und fordert sie psychisch heraus.

Ebenso wurden von Schüler*innenseite Vorschläge zu möglichen (freiwilligen) Zusatzleistungen durch mündliche Prüfungen, eine Aufwertung der Vorabiturnoten mit entsprechender Angleichung oder die Durchschnittsnote der Klausuren der Prüfungsfächer als Prüfungsäquivalent vorgebracht.

Aus der eingangs erwähnten Umfrage geht hervor, dass etwa 73% aller befragten Schüler*innen eine reguläre Durchführung der Abschlussprüfungen aufgrund gesundheitlicher, psychischer, aber auch schulischer Umstände für nicht durchführbar halten. 

Des Weiteren sehen wir, als Landesschüler*innenvertetungen, es als dringend erforderlich an, dass die am Prozess beteiligten Politiker*innen endlich die Meinung der Schüler*innenschaft in eine solche Entscheidung miteinbeziehen. Wir fühlen uns durch die ausbleibende Kontaktaufnahme zu den LSVen seitens der Politik während der zweiwöchigen internen Beratungszeit sowie mehrfacher öffentlicher Positionierung unsererseits übergangen. Dies ist bei einer Entscheidung dieses Ausmaßes inakzeptabel.

Im Rahmen der Übersichtlichkeit haben wir zehn aussagekräftige und inhaltlich repräsentative Statements von Schülern*innen direkt auf der zweiten Seite dieses Dokumentes angefügt. Ebenso wie eine graphische Darstellung der Umfrageergebnisse. Alle Statements finden Sie im Anhang.

Vollständige PM mit ersten Statements und Grafik: Link
Alle Statements der Schüler*innen: Link
PM von gestern: Link

2 Kommentare

  1. Julian Julian

    Ich bin auch der Meinung das wir das Durchschnitts Abi einführen sollten allein deswegen damit sich der Virus nicht verbreitet und wir unsere Mitmenschen nicht Gefärden. Ich finde also, dass man keine Leben gefärden sollte nur damit ich und viele andere ihr Abi schreiben können . Außerdem sollte man schulern in so welchen Kriesen zeit nicht zwingen sich versammeln zu müssen. Also wir werden zwar nicht gezwungen aber wer verpasst schon freiwillig sein Abi. Da hat man ja immerhin 12 Jahre daraufhin gearbeitet. Umso schwerer fällt es Schüler zum Abi zu erscheinen, wen Familien angehörige In Risiko Gruppen sind .Deswegen bin ich für eine Durchschnitts Abi

  2. Yannik Yannik

    Ich bin im Sportprofil und müsste gerade eigentlich für meine praktische Prüfungen trainieren. Mit welchen Material und auf welchen Sportplätzen soll das möglich sein?
    Für uns macht die Praxis Note viel aus und rettet vielen das Abitur. Danke für eure Hilfe!
    #coronafirstabisecond

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